Literatur z. Bürgerorientierung 2018-01-13T16:12:42+00:00

Literatur zur Bürgerorientierung

Prognos-Studie (2011)
Patienten- und Bürgerbeteiligung in Gesundheitssystemen  –  Gute Praxis in ausgewählten Gesundheitssystemen

Diese Studie beschreibt die kollektive Beteiligung von Patienten und Bürgern in Deutschland und in acht weiteren Systemen mit dem Ziel, gute Beteiligungspraxis zu identifizieren. Die Länder sind Australien, Dänemark, England und Wales, Frankreich, Niederlande, Schottland, Schweden und zusätzlich die European Medicines Agency.     www


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, 2000)
Bürgerbeteiligung im Gesundheitswesen – eine länderübergreifende Herausforderung

Am 4. und 5. Februar 1999 fand in Bonn eine internationale Expertentagung unter dem Titel „Citizen Participation – A Challenge to Different Health Care Systems“ (Bürgerbeteiligung – eine Herausforderung für die verschiedenen Gesundheitssysteme) statt. Durch diese Tagung sollte der internationale Austausch über Grundprobleme und Perspektiven der Bürgerbeteiligung im Gesundheitswesen vorangetrieben und dabei gleichzeitig die entsprechende Diskussion in Deutschland gefördert werden. Die unterschiedlichen Perspektiven der beteiligten internationalen Experten sollten helfen, Möglichkeiten der Neuorientierung hierzulande auszuloten. Der Schwerpunkt lag dabei weniger auf Grundfragen der Patientenrechtsdiskussion als vielmehr darauf, Spielarten der Bürgerbeteiligung im Gesundheitswesen kennen zu lernen und über deren Einfluss auf Qualität und Wirtschaftlichkeit der Systeme zu diskutieren.  www


Helma Bleses (2004/2005)
Patientenorientierung als Qualitätsmerkmal

DISSERTATION zur Erlangung des akademischen Grades Doctor rerum curae (Dr. rer. cur.) vorgelegt der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die Studie befasst sich mit der Klärung des Konzeptes der Patientenorientierung im Krankenhaus. Bei der Ausrichtung der betrieblichen Leistungen auf die Bedürfnisse der Kunden – oder genauer – Patienten sind für den Dienstleitungsbereich `Krankenhaus´ besondere Anforderungen zu beachten. Die Komplexität von Systemen der Leistungserbringung und die unterschiedlichen Interessen der an der Leistungserbringung beteiligten Anspruchsgruppen erfordert es, sowohl eine theoretische Konkretisierung vorzunehmen, als auch ein praktikables Instrument für die Erhebung und Beschreibung von Patientenorientierung in Krankenhäusern zu entwickeln. Die Studie weist messbare Indikatoren der Patientenorientierung aus und entwickelt hieraus ein Befragungsinstrument, dessen Güte durch Erhebungen in zwei Vergleichskrankenhäusern bestätigt werden konnte. Die Ergebnisse zeigen, dass Patientenorientierung von Patienten als Organisations- und Prozessqualität wahrgenommen und eingeschätzt wird. Patientenorientierung ist eine konkrete Forderung im Qualitätsmanagement und der Erfüllungsgrad dient als Qualitätsmerkmal in der Leistungserbringung.  (Schlagworte: Patientenorientierung, Kundenorientierung, Indikatoren, Qualität)   www


Herausgeber: Robert Koch-Institut
Gesundheitsberichterstattung des Bundes (2006)
Bürger- und Patientenorientierung im Gesundheitswesen

Autorinnen und Autor: Marie-Luise Dierks, Gabriele Seide l, Kerstin Horch und Friedrich Wilhelm Schwartz

Das Thema Bürger- und Patientenorientierung wird seit Anfang der 1990er Jahre nicht nur national, sondern international von unterschiedlichen Akteuren zunehmend angemahnt. Bürgerinnen und Bürger wollen in gesundheitspolitische Entscheidungen eingebunden werden, eine Forderung, die mit Inkrafttreten des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG) zum 1.1.2004 aufgegriffen wurde. Erstmals sind Vertreterinnen und Vertreter von Bürger- und Patienteninteressen, wenn auch zunächst nur in beratender Funktion, in zentrale Steuerungs- und Entscheidungsgremien des Gesundheitswesens integriert. Ebenfalls mit Inkrafttreten des GMG wurde mit dem Amt der Patientenbeauftragten der Bundesregierung eine Instanz geschaffen, die sich für die Belange der Patientinnen und Patienten einsetzt. Zentrale Basis für eine Verbesserung der Bürger- und Patientenorientierung sind ausreichende, verständliche und leicht erreichbare Informationen sowie Unterstützungs- und Beratungsstellen. Zurzeit existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote, die von Kosten- und Leistungsträgern, von kommerziellen Anbietern bis hin zu den Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfegruppen oder freien Initiativen vorgehalten werden, diese differieren jedoch hinsichtlich ihrer Erreichbarkeit, Qualität und Neutralität.   www


Rolf Rosenbrock (2007)
Mehr Kooperation mit Patienten – Gründe und Formen, Chancen und Hindernisse

Vortrag auf der KBV-Tagung, ‚Kooperationsnetzwerke im KV-System – Modelle guter Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Patienten’ am 06.11.2007 in Berlin

Der Vortrag wurde auf der dritten Tagung der KBV zum Themenkomplex ‚Patientenorientierung’. Das hätte es vor 15 Jahren nicht gegeben. Was ist geschehen? Geschehen ist und geschehen wird auch weiterhin eine gewisse Öffnung der KBV für Themen, die für die KV neu sind, die freilich in der gesundheitswissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Debatte schon immer wichtig waren; sowie auch eine Öffnung der KBV für neue Akteure (wie z. B. die Selbsthilfe und Patientenorganisationen), die freilich nur für die KV neu sind. Es geht also bei der Öffnung der KBV um eine Art nachholende Modernisierung Das ist ein gutes Zeichen. Und es ist auch eine erwünschte Politikwirkung.


Das Value+ Toolkit (2008 – 2013)
Für Patientenorganisationen zur sinnvollen Patientenbeteiligung

Patienten schaffen Mehrwert in Gesundheitspolitik und Versorgung

Dieses Toolkit wurde mit Unterstützung der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Kommission im Rahmen des Aktionsprogramms der EU – Öffentliche Gesundheit 2008-2013 (Public Health Programme 2008-2013) veröffentlicht.   www


Achim Siegel, Linda Zimmermann, Ulrich Stößel (2011)
Dimensionen der Patientenorientierung in der Integrierten Versorgung am Beispiel Gesundes Kinzigtal

Bei der Ausgestaltung von Gesundheitsversorgungssystemen rückt eine Frage zunehmend in den Vordergrund: Wie können angesichts der Eigeninteressen und der Eigendynamik von Versorgungsinstitutionen die Anliegen und Interessen der Patienten gestärkt werden? So sah der Sachverständigenrat 2003 viele Organisationsformen im Gesundheitswesen zwar als leistungserbringer- oder versichererorientiert, aber als wenig patientenorientiert. Als Hoffnungsträger einer stärkeren Patientenorientierung wurde u.a. die Integrierte Versorgung gesehen. Dieser Beitrag erläutert am Beispiel der 2005 gegründeten Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal die Entwicklung und das Potential einer populationsbezogenen Integrierten Versorgung in Sachen Patientenorientierung. (Schlüsselwörter: Patientenorientierung, Patientenbeteiligung, Integrierte Versorgung)   www


Körner, M., Ehrhardt, H., Steger, A.-K.
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Medizinische Fakultät, Universität Freiburg (2011)

Integrierte Patientenorientierung in der medizinischen Rehabilitation

Studie PEFiT „Entwicklung und Evaluation eines Trainingsprogramms zur Partizipativen Entscheidungsfindung in der medizinischen Rehabilitation“ wird im Rahmen des Förderschwerpunktes Chronische Krankheiten und Patientenorientierung vom BMBF und der DRV gefördert (Förderkennzeichen: 01GX0720, Förderzeitraum: Mai 2008 – Juni 2011).    www


BoozCo. | Bertelsmann-Stiftung (2012)
Effekte einer gesteigerten Therapietreue: Bessere Gesundheit und höhere Arbeitsproduktivität durch nachhaltige Änderung des Patientenverhaltens

Die Studie beschreibt eine von Booz & Company und der Bertelsmann Stiftung durchgeführte Analyse des direkten Nutzens einer bewussteren Einhaltung medizinischer Therapien für den Patienten sowie mittelbar dessen Arbeitsproduktivität. Dabei wurde auf Datenmaterial von fünf ausgewählten chronischen Krankheiten in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zurückgegriffen. Diese Erkrankungen – Hypertonie (Bluthochdruck), Asthma/chronisches unspezifisches respiratorisches Syndrom (COPD), chronische Rückenschmerzen, Depression und Gelenkrheumatismus – führen jährlich wiederkehrend zu einem enormen volkswirt¬schaftlichen Schaden. Dieser liegt in Deutschland zwischen 38 und 75 Milliarden Euro, in Großbritannien zwischen 28 und 50 Milliarden Euro und in den Niederlanden zwischen neun und 13 Milliarden Euro. Produktivitätsverluste wurden unter Einbezug von Einschränkungen durch Abwesenheit, „Präsentismus“ (Anwesenheit mit einge¬schränkter Arbeitsfähigkeit) und Arbeitsunfähigkeit hochgerechnet.